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Defend Kurdistan – Defend the Revolution!

Seit dem 17.04.2022 greift die Türkei massiv die kurdischen Gebiete im Nordirak und Rojava (Nord- und Ostsyrien) an. Tag für Tag weitet der türkische Staat seinen Krieg auf immer weitere Gebiete aus. Wieder erreichen uns Meldungen, dass die Türkei chemische Waffen in Südkurdistans  eingesetzt hat.Der Angriff auf die Berge ist ein Angriff auf das Herz der Guerilla. Die Guerilla der PKK ist die Versicherung für die Revolution in Rojava. Sie hindert den türkischen Staat daran seine gesamte Armee in Syrien einsetzten zu können.Es ist kein Zufall, dass Kobanê in Rojava parallel zum Angriff der Türkei auf Südkurdistan (Nordirak) massiv von Artillerie, Drohnen und Luftangriffen beschossen wird. 


Ein Blick in die Geschichte des türkischen Kriegs gegen die Kurd*innen zeigt, dass die Genozidpolitik des türkischen Staates eine lange Kontinuität bis in die heutige Zeit hinein hat, unabhängig von der Existenz der Guerilla oder der demokratischen Selbstverwaltung in Rojava.


Was ist also der eigentliche Grund für die Angriffe? Warum beteiligen sich die NATO und vor allem Deutschland durch ihre fianzielle und politische Unterstützung sowie Waffenlieferungen als Komplizen in einem Völkermord? Und warum schweigt der Rest der Welt so ohrenbetäubend?


Die neoosmanischen Ambitionen Erdogans, aus denen Territorialansprüche erwachsen, sind ein wichtiger Grund für den Angriff. Außerdem steht die Guerilla in Südkurdistan zwischen der Türkei und den Ölquellen im Irak. Die Türkei, bisher eher ein Energietransitland, will unbedingt auch am Rohstoffreichtum ihrer Nachbarn teilhaben. Das ist auch einer der Gründe für ihr regelmäßiges aneinandergeraten mit Griechenland.Diese Machtpolitik um Territorium und Ressourcen ist eng verwoben mit einer Ideologie die eine legitimatorische Funktion für die Politik der Türkei erfüllt. Diese Ideologie des Neoosmanismus hat eine Wiederrichtung und den Ausbau des Patriachats, mit all seinen antidemokratischen Implikationen, zum Kern. Es kann nicht überschätzt werden wie wichtig es für diese Ideologie ist, ihre demokratische Systemkonkurrenz in der Nachbarschaft zu bekämpfen.


Die Angriffe der Türkei sind vor allem Angriffe auf die Revolution der demokratischen Moderne.
Das Paradigma der PKK, der demokratische Konföderalismus, steht für Geschlechterbefreiung, radikale Demokratie und einem Leben und Wirtschaften nach ökologischen Prinzipien.
Durch sie sind im Nahen Osten anti-patriarchale Strukturen entstanden, in denen Frauen vollumfänglich gleichberechtigt an allen Entscheidungen und Prozessen beteiligt sind. In Rojava sind Strukturen entstanden, in denen Bevölkerungsgruppen, die seit Generationen verfeindet waren, heute friedlich und gleichberechtigt in einem demokratischen System, das Rätestrukturen zu Grundlage hat und somit allen demokratische Mitbestimmung ermöglicht, zusammenleben.


Die PKK lehnt Nationalismus, Sexismus, instrumentalisierte Religion, Macht und Hierarchie radikal ab, ebenso wie sie den Nationalstaat und seine Institutionen als Machtinstrumente des kapitalistischen Systems ablehnt.


Das sind die Werte, welche die Revolution in Kurdistan zu einer Inspiration für Menschen in der gesamten Welt, die sich für Geschlechterbefreiung, Antikolonialismus, Demokratie und Klimagerechtigkeit einsetzen, gemacht haben.


Und es sind diese Werte, die dem System ein Dorn im Auge sind, und die der Grund sind, warum Kurdistan zur Zeit von allen Seiten brutal angegriffen wird. Gegen Antikaitalist*innen und Feminist*innen stehen europäische Demokratien und Diktatoren des Nahen und Mittleren Ostens zusammen.
Lasst und gemeinsam gegen die Angriffe auf die Revolution in Kurdistan und das System, das für diese Angriffe verantwortlich ist, protestieren.


Lasst uns gemeinsam die Werte unserer gemeinsamen Kämpfe verteidigen! Lasst uns gemeinsam die Revolution der demokratischen Moderne verteidigen gegen das kaptalistische System! Lasst uns gemeinsam kämpfen gegen Unterdrückung, Ausbeutung und Zerstörung unserer Lebensgrundlage!


Kommt mit uns am Samstag, den 30.April in Düsseldorf auf die Straße gehen.


Let´s Defend Kurdistan – let´s defend our Revolution! 

Gemeinsamer Aufruf von:       

Defend Kurdistan   

Kon-Med – Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland

YJK-E – Verband der Frauen aus Kurdistan in Deutschland

Women Defend Rojava   

RiseUP 4 Rojava   

Interventionistische Linke   

Ende Gelände   

AZADΠ  

Gemeinsam Kämpfen für Selbstbestimmung und Demokratische Autonomie

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